MUKOinfo 3/26: Mit Mukoviszidose ins Ausland

stoffe, nützliche Bakterien, bakterielle Stoffwechselprodukte, die die Darmgesundheit fördern), Phagentherapie und auch die Übertragung von Mikrobiom gesunder Menschen auf andere (Stuhltransplantation). Inwieweit das auf CF übertragbar ist, soll zukünftig mehr in den Fokus der CF-Forschung rücken. Darmkrebsrisiko ist bei CF erhöht Erkenntnisse aus anderen Erkrankungen können auch zeigen, dass bei CF eine andere Herangehensweise sinnvoll ist. Beim Screening auf Darmkrebs (Kolonkarzinom) beispielsweise fällt auf, dass manche in der Allgemeinbevölkerung gültigen Warn zeichen bei CF nicht gut anwendbar sind. Gewichtsverlust und eine veränderte Verdauung sind in der Allgemeinbevölkerung oft erste Hinweise auf ein Kolonkarzinom, können aber bei CF auch mit der Grunderkrankung zusammenhängen und sind

deshalb schwierig zu interpretieren. Für andere Warnzeichen wie Blut im Stuhl ist bei CF noch nicht geklärt, wie dies mit dem Risiko für ein Kolonkarzinom zusammenhängt. Das Auftreten von Blutarmut (Anämie), die durch Eisenverlust entsteht, ist bei CF auch ohne Kolonkarzinom nicht sehr sel ten. Der FIT-Immuntest (Fecal Immunochemistry Test), wie er als Screeninginstrument auch für die Allgemeinbevölkerung genutzt wird, ist bei CF noch nicht ausreichend untersucht. Daher ist es wichtig, dass ein CF-Team auch das regelmäßige Darmkrebsscreening mit einer Darmspiegelung (Koloskopie) anregt, das bei CF bereits ab dem 40. Lebensjahr beginnen sollte (nach Transplantation noch früher).

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