MUKOinfo 3/26: Mit Mukoviszidose ins Ausland

Neues Medizinregistergesetz und die Rolle des Mukoviszidose-Registers

Die Herausforderungen der Reform Im Rahmen der Berliner Fachtagung wurden neben den bürokratischen Erleichterungen für meldende Ein richtungen auch kritische Punkte des Gesetzentwurfs besprochen. Zu den größten Herausforderungen gehören ungelöste Detailfragen bezüglich einer dauerhaften, verlässlichen Finanzierung der Registerstrukturen sowie der logis tische Aufwand für die Vorbereitungen auf neue Qualitäts- und Datenschutz standards. Die Rolle des Vereins Seit über 30 Jahren liefert das vom Mukoviszidose e.V. finanzierte und durch das Mukoviszidose Institut betrie bene Deutsche Mukoviszidose-Register hochwertige Gesundheitsdaten aus dem Behandlungsalltag von Menschen mit Mukoviszidose. Diese Daten sind für die Erforschung der Erkrankung, für Arzneimittelsicherheitsstudien und zur Weiterentwicklung von Qualitätsstan dards in den Ambulanzen von zentraler Bedeutung. Durch die langjährige Regis tererfahrung ist das Mukoviszidose Ins titut ein wichtiger Dialogpartner für die am Medizinregistergesetz beteiligten Ministerien. Gemeinsam mit Betreibern anderer Patientenregister setzt sich das Institut dafür ein, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine nachhaltig finanzierte und unabhängige Register landschaft in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.

Durch das Medizinregistergesetz soll ein einheitlicher, übergreifender Rechtsrahmen für die bundesweit bestehenden Medizinregister geschaffen werden.

Das Medizinregistergesetz: Inhalte und Ziele

Neben dem Betrieb des Deutschen Mukoviszidose-Registers engagiert sich der Mukoviszidose e.V. politisch für nachhaltige Rahmenbedingungen einer unabhängigen Registerlandschaft.

Der entsprechende Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde am 21. Mai 2026 erstmals im Deutschen Bundestag debattiert und anschließend zur detail lierten Beratung an den Gesundheits ausschuss übergeben. Mit dem Gesetz soll zum ersten Mal ein einheitlicher, übergreifender Rechtsrahmen für die bundesweit ungefähr 350 bestehenden Medizinregister geschaffen werden. Ein wesentlicher Kernpunkt der Reform ist die Einrichtung eines neuen „Zentrums für Medizinregister“ (ZMR) beim Bun desinstitut für Arzneimittel und Medizin produkte (BfArM). Das ZMR soll Register im Aufbau unterstützen, ein transparen tes Verzeichnis aller Register führen und einen Qualifizierungsprozess für medizi nische Register etablieren. Zudem sieht das Gesetz vor, Daten aus unterschied lichen medizinischen Quellen über ver schlüsselte Kennzeichen (Pseudonyme) sicher miteinander zu verknüpfen, damit sie für die medizinische Forschung im Alltag besser nutzbar werden.

Austausch in Berlin: Die Registertage 2026

Vom 17. bis 18. Juni 2026 fanden in Berlin die jährlichen Registertage der TMF (Technologie- und Methodenplatt form für die vernetzte medizinische Forschung e.V.) statt. Dort diskutierten Fachleute aus Politik, Wissenschaft und Patientenvertretungen darüber, wie medizinische Datenbanken syste matisch verbessert werden können, um die Versorgung von Erkrankten gezielter weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt der Konferenz stand das geplante Medizin registergesetz, welches den rechtlichen Rahmen für Datensammlungen im deut schen Gesundheitswesen grundlegend neu ordnen soll.

Manuel Burkhart Mukoviszidose Institut Tel.: +49 (0)228 98780-46 E-Mail: MBurkhart@muko.info

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