MUKOinfo 3/26: Mit Mukoviszidose ins Ausland
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Treppensteigen, etwas leichter gemacht Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Leistung, also der Energie pro Zeit. Durch das Gehen in Serpentinen wird der Weg länger, die effektive Steigung geringer und die vertika le Geschwindigkeit reduziert. Dadurch müssen Herz, Kreislauf und Atmung pro Sekunde weniger Leistung erbringen. Im Alltag, zu Hause, auf dem Weg zur Arbeit und natürlich auch im Urlaub begegnen uns ständig Treppen. Als reiseer fahrenes Ehepaar sind meine Frau und ich im Laufe der Jahre an unzähligen Treppen vorbeigekommen. Je nach Kondition kann dabei schon eine kleine oder mittlere Treppe zur Her ausforderung werden.
Auch die Beinmuskulatur profitiert davon: Beim direkten Trep pensteigen muss das Standbein den Körper bei jedem Schritt relativ kräftig nach oben drücken. Auf einem schrägen Weg über die Treppe wird jeder einzelne Schritt flacher. Die erfor derliche Kraftspitze sinkt und die Muskulatur arbeitet gleich mäßiger und effizienter. Ingo: Danke, Stephan! Ich hatte es zwar geahnt, aber besser ist es, wenn das ein Physiker erklärt. ;-) Vielleicht denkt der eine oder andere beim nächsten Treppenaufstieg daran. Wer schon beim Anblick einer langen Treppe tief durchatmet, soll te den Serpentinen-Trick einfach einmal ausprobieren. Schaden kann es nicht. Im besten Fall spart man Kraft und kommt entspannter oben an.
Ingo: Vor vielen Jahren waren wir wieder einmal in Südostasi en unterwegs. Beim Aufstieg auf einen Berg fiel mir auf, dass viele Einheimische die Treppen nicht gerade hinaufstiegen, sondern diagonal, fast wie in Serpentinen. Das machte mich neugierig, also probierte ich es ebenfalls aus. Und tatsäch lich: Der Aufstieg fühlte sich deutlich leichter an. Seitdem gehen wir im Urlaub nahezu jede längere Treppe auf diese Weise hinauf. Meine Frau bestätigt mir immer wieder, dass sie so mit ihrer begrenzten Ausdauer wesentlich krafts parender ans Ziel kommt. Die verwunderten Blicke anderer Urlauber gehören inzwischen fast schon dazu. Manche schau en uns noch minutenlang hinterher. Wir müssen dann jedes Mal schmunzeln. Doch steckt dahinter tatsächlich ein physikalischer Effekt oder bildet man sich das nur ein? Diese Frage wollte ich natürlich physikalisch verifizieren. Und wen fragt man da besser als unseren ehemaligen Bundesvorsitzenden Stephan Kruip? Schließlich ist er Physiker. Stephan, klär mich auf! Stephan: In der Tat, das ist keine Einbildung, sondern Physik. Die notwendige Arbeit bleibt zunächst gleich. Um den Körper um eine bestimmte Höhe anzuheben, muss immer dieselbe potenzielle Energie aufgebracht werden: E = m · g · h Dabei steht m für die Körpermasse, g für die Erdbeschleuni gung und h für die überwundene Höhe. Es spielt also keine Rolle, ob man die Treppe gerade hinaufgeht, im Zickzack oder über eine Rampe. Die dafür benötigte Energie bleibt nahezu identisch.
In diesem Sinne: Alles Gute!
Ingo Sparenberg und Stephan Kruip für die Redaktion
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Treppensteigen in Serpentinen schont Atmung und Herzschlag.
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