MUKOinfo 4/25: Alleinerziehend

Sarah Schott: Eine Stimme für das Leben Eine Würdigung von Engagement, Hoffnung und gelebter Solidarität

ten vermittelte und wiederholt Kuscheltiere an Kinderkliniken spendete. Mit dieser Aktion verband sie persönliche Betrof fenheit mit praktischer Hilfe und setzte ein starkes Zeichen für Organspende und Mitmenschlichkeit. Darüber hinaus engagierte sie sich aktiv in Fundraising‑Aktionen und lief bei Benefizveranstaltungen wie dem Amrumer Mukolauf und dem MUKOmove, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und Spenden für die Selbsthilfearbeit zu sammeln. Anerkennung durch die Gemeinschaft Für ihr langjähriges Engagement wurde Sarah mehrfach gewürdigt: Der Mukoviszidose e.V. zeichnete sie im Mai 2023 auf der Jahrestagung in Schweinfurt mit der „CF‑Ehrennadel“ aus. Auch lokale sowie medizinische Einrichtungen berich teten über Begegnungen, Auszeichnungen und ihren Einsatz als Botschafterin für die Erkrankten. Ihre Social‑Media‑Reich weite machte sie zu einer wichtigen Stimme innerhalb der Selbsthilfe‑Community. Zwischen Mut und Verletzlichkeit Sarahs Erzählweise war ehrlich und direkt: Sie sprach offen über Verluste in der Familie, über die Belastungen des Alltags und über die psychischen sowie körperlichen Narben, die chronische Krankheit hinterlässt. Gleichzeitig lebte sie ein Beispiel für Lebensmut: „Auch wenn das Leben mit Mukovis zidose manchmal schwer ist – es gibt immer Momente, für die es sich lohnt zu kämpfen und zu lächeln.“ Diese Haltung gab anderen Mut und machte Sarah zur Identifikationsfigur vieler junger Betroffener. Abschied und Dank Wir verabschieden uns von Sarah mit großer Dankbarkeit für das, was sie gegeben hat: Sichtbarkeit, Hoffnung, konkrete Hilfe und die Erinnerung, wie wichtig Solidarität und Organ spende sind. Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, Freun dinnen und Freunden sowie bei allen, die durch Sarahs Arbeit Trost und Information gefunden haben. Ihr Leben bleibt ein Leuchtfeuer für die Selbsthilfe‑Gemeinde; ihr Wirken wird uns weiterhin inspirieren.

Sarah Schott

Mit großer Betroffenheit nehmen wir Abschied von Sarah Schott, die Mitte Oktober 2025 verstorben ist. Sarah hat öffentlich und aus eigener Erfahrung über Mukoviszidose, Transplantation, Krebs und die Herausforderungen des Alltags berichtet und damit Tausende Menschen erreicht und ermu tigt. Ihr Einsatz für Organspende, Selbsthilfe und die Sichtbar keit schwerer Erkrankungen bleibt unvergessen. Lebensweg und persönliches Engagement Sarah Schott wuchs mit der Diagnose Mukoviszidose auf und machte ihre Geschichte öffentlich: auf Instagram, in Interviews und Fernsehbeiträgen teilte sie jahrelang Einblicke in Behand lung, Ängste und Hoffnung. Ihr Weg führte sie durch schwere medizinische Prüfungen: 2019 erhielt sie eine Spenderlunge, die ihr neues Leben schenkte; im Anschluss kämpfte sie gegen eine Krebserkrankung. Durch ihre Offenheit machte sie kom plexe medizinische Themen für viele Menschen begreifbar. Für andere da sein — von Kuscheltieren bis zu Fundraising Sarah wirkte weit über ihre Social‑Media‑Reichweite hinaus: Gemeinsam mit einer Freundin gründete sie den Online‑Shop „Pinguinkuh“, über den sie symbolische Stofftier‑Patenschaf

In stiller Anteilnahme, Stephan Kruip für den Bundesvorstand und die MUKOinfo Redaktion

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